Ausbildung zu traditionellen GeburtsbegleiterInnen

In diesem Projekt unterrichten wir als deutsche Hebammen mit Erfahrung in klinischer und außerklinischer Geburtshilfe traditionelle GeburtsbegleiterInnen in der Voltaregion in Ghana. Wir geben Basiswissen in Schwangerenvorsorge, Geburtshilfe und in der Wochenbettbetreuung weiter.
Die Initiative für dieses Projekt geht auf die Anfrage des Direktors des Gesundheitsamtes , Dr. Andrew Ayim, zurück. Es umfasst die gesamte Voltaregion, eine der ärmsten Regionen in Ghana. Durch dieses Projekt wollen wir in Zusammenarbeit mit ihm und ghanaischen Hebammen erreichen, dass die Mütter- und Säuglingssterblichkeit gesenkt wird.
In den ländlichen Regionen Ghanas entbinden Frauen traditionell zu Hause. Ziel unserer Arbeit ist es, die von uns unterrichteten traditionellen GeburtsbegleiterInnen in der Schwangerenvorsorge so auszubilden, dass Risikoschwangerschaften frühzeitig erkannt werden,  damit die Mutter und ihr Ungeborenes rechtzeitig  in eine Hebammenstation oder Klinik überwiesen werden können.
Wir wollen die GeburtsbegleiterInnen befähigen, auch in schwierigen Situationen unter der Geburt adäquat zu handeln. Dadurch können z.B. schwere Infektionen, hoher Blutverlust und auch der Tod, z.Bsp. durch Erschöpfung der Mutter, vermieden werden.

Bisher wurden 15 TBA-Trainings wurde in 9  verschiedenen Orten der Voltaregion erfolgreich durchgeführt.

Die Schwerpunkte des Unterrichts sind:

 

Schwangerenvorsorge, Schlüsselkompetenz:

risikobehaftete Frauen vor Geburtsbeginn an eine Hebamme
oder ein Krankenhaus weiterleiten

Blutungen während und nach der Geburt
  normale Geburt  das gesunde Neugeborene
  erschwerte, pathologische Geburt Reanimation des Neugeborenen
  Hygiene das normale Wochenbett
  Umgang mit und Prävention von sexuell übertragbaren Erkrankungen, wie z.B. HIV, Hepatitis, Geschlechtskrankheiten Infektionen im Wochenbett
  Ernährungsschulung Familienplanung

Jedes unserer Projekte besteht aus zwei Schulungseinheiten von jeweils 4 Wochen Unterricht. Zwischen den Schulungen absolvieren die TeilnehmerInnen ein Praktikum in einer Hebammenstation und/ oder in einem Krankenhaus. Mindestanforderung sind selbst durchgeführte Schwangerenvorsorgen und Begleitung von Geburten unter Aufsicht.

Die Rückmeldungen aus Ghana sind sehr positiv, insbesondere wurde die Zusammenarbeit von schulmedizinisch ausgebildeten Hebammen und traditionellen GeburtsbegleiterInnen hergestellt und intensiviert.

Ghanaische Hebammen sind in das Projekt einbezogen. Sie unterrichten schon regelmäßig die Themen Familienplanung und sexuell übertragbare Erkrankungen sowie deren Prävention. Ziel ist es, dass die komplette Schulungsarbeit in den nächsten Jahren von ihnen übernommen werden kann, was zur Zeit , da es zu wenig Hebammen gibt, noch nicht möglich ist.

Wer dieses Projekt unterstützen möchte, kann gerne vor Ort mit helfen oder unter dem Stichwort TBA eine Spende einzahlen.

 

Weitere Informationen zu unseren Projekten erhalten sie gerne von Frau Hedwig Klostermann.

Erfahrungsberichte der letzten Jahre siehe "Erfahrungsberichte" im Menü oben.